Prof. Dr. Hanns H. Seidler

Prof. Dr. Hanns H. Seidler
  • Vorname:Hanns H.
  • Name:Seidler
  • Organisation: Zentrum für Wissenschaftsmanagement e. V. Speyer (ZWM)
  • Berufliche Position:Kanzler der technischen Universität Darmstadt a. D.; Vorstand des Zentrums für Wissenschaftsmanagement
  • Lebenslauf:

    Hanns H. Seidler hat an den Universitäten Frankfurt, Berlin und Freiburg Rechtswissenschaften studiert und 1972 promoviert. Zwischen 1972 und 1985 hat er an der Technischen Universität Darmstadt als Referent in der Präsidialabteilung die Bereiche Hochschulplanung und -entwicklung, Personalentwicklung sowie Hochschulrecht betreut. Von 1985 bis 2007 war er Kanzler der Darmstädter Universität; im Jahr 2000 wurde er zum Honorarprofessor ernannt. Seit 2008 ist Herr Seidler geschäftsführender Vorstand des Zentrums für Wissenschaftsmanagement.
    Hanns H. Seidler war Mitglied der Arbeitsgruppen Besoldung, Personalstruktur sowie Wissenstransfer des Wissenschaftsrats, der Gruppe »Wirtschaft-Wissenschaft« der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und gehörte ferner der Arbeitsgruppe »Weiterbildung« der deutschen Universitätskanzler an. Von 2000-2001 war er Mitglied einer Expertenkommission des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für ein neues Dienstrecht; im Jahr 2006 hat er die Evaluation der Technischen Universität Berlin mit gestaltet. Herr Seidler war mehrfach Gutachter des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft und die Volkswagen-Stiftung.

    Publikationen (Auswahl):

    • Die Angst vor der Autonomie, DUZ, Heft 13, 1991, S. 18.
      Globalhaushalte und ihre rechtlichen Grenzen. Oder: Das späte Leiden am preußischen Budgetkonflikt, Kritische Justiz 1996, S. 75 ff.
    • Rechtliche Grenzen der Haushaltsglobalisierung, in: Blümel/Bender/Loring (Hrsg.), Einwirkungen der Finanzminister auf den Hochschulbereich, Speyerer Forschungsberichte 178, Speyer 1997, S. 56 ff.
    • Innovationsstrategien für Universitäten, in: Schmitt/Hartmann/Krais, Über Grenzen. Neue Wege in Wissenschaft und Politik, Frankfurt/New York 1998.
    • Kommentierung von § 6 Hochschulrahmengesetz in: Hailbronner (Hg.), Kommentar zum Hochschulrahmengesetz C.F. Müller Verlag, 2001.
    • Die Ersetzung des Rechts durch die Ökonomie in: Wissenschaftsrecht Bd. 32 (1999), s. 261-270.
    • Tendenzen eines neuen Hochschulrechnungswesens in Deutschland, in: Beiträge zur Hochschulforschung, Heft 1 2001, S. 69 ff.
    • Unternehmensrechnung in Hochschulen, in: Handwörterbuch Unternehmensrechnung und Controlling, Schäffer-Poeschel-Verlag, 4. Aufl. (2002).
    • Hochschulfinanzierung, Evaluation und Mittelvergabe, In: Hochschulrecht – Ein Handbuch für die Praxis, C.F. Müller (2002).
    • Navigator durch die Forschungslandschaften, H. Heese, H.H. Seidler, Ch. Winter, Wissenschaftsmanagement Heft 4, 2003, Seite 24-27.
    • Staatliche Universitäten im Aufbruch – Das Beispiel der Technischen Universität Darmstadt: Strategie und Strategieumsetzung, Die Strategieumsetzung erfolgreich steuern, Hrsg. Horváth, Schäffer-Poeschel-Verlag (2004).
    • Kennzahlen als Informations- und Steuerungsinstrument für Hochschule, in: Wissenschaftsmanagement, Heft 5, 2004, Seite 22-25.
    • Implementationserfahrungen mit Instrumenten der Neuen Steuerung, in: Lemmens, Neue Steuerung (2005).
    • Staatliche Hochschulen, in: Handbuch der Betriebswirtschaft, Köhler, Küpper, Pfingsten (Hg.), 6. Auflage, 2007, Seite 1650 ff.
    • Produkthaushalt und kaufmännisches Rechnungswesen im Hochschulbereich, V. Schultz, H.H. Seidler, in: Hochschulrechnung und Hochschulcontrolling, Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Special Issue 5/2007, Seite 83 ff.

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BEITRÄGE

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Die derzeitigen Veränderungen im deutschen Hochschulsystem bringen den Forschungseinrichtungen einen Autonomiegewinn und mindern das »Leiden am real existierenden bürokratischen Unsinn«. Autonomie eröffnet Gestaltungsspielräume und stellt damit einen wichtigen Leistungsanreiz dar. Überwindung der Staatsaufsicht, Entscheidungshoheit der Universitäten in Personalfragen, Globalhaushalt und finanzielle Anreize: Hanns H. Seidler stellt die wichtigsten Autonomisierungsinstrumente vor. Er zeigt aber zugleich, dass die neuen Freiheiten nur wirksam werden können, wenn sie in einer »Good University Governance« aufgehen, die sich durch Offenheit, Verantwortlichkeit, Effektivität, Kohärenz und nicht zuletzt Partizipation auszeichnet.

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